Vor dem Hintergrund sinkender Einnahmen müssen Ausgaben im Kreishaushalt langfristig gesenkt werden. Personalkosten sind mit ca. 87 Mio. € der zweitgrößte Ausgabenblock im Kreishaushalt. Bereits geschlossene Tarifverträge werden hier in den nächsten Jahren nochmals Kostensteigerungen verursachen.
Nichts desto trotz muss eine Kreisverwaltung leistungsfähig sein. Kürzungen können nur mit Sachverstand erfolgen. Bereits jetzt können Aufgaben aufgrund von Personalmangel nur mit Zeitverschiebungen wahrgenommen werden. Dies führt auch zu Nachteilen der Bürger.
Beide Aspekte vereint führen zur Schlussfolgerung, dass kein Kahlschlag bei der Personalbesetzung in der Kreisverwaltung erfolgen kann, gleichzeitig jedoch das Niveau der bisherigen Ausgaben langfristig nicht überschritten werden darf. Da in den nächsten Jahren die Altersabgänge die Neueinstellungen in der Kreisverwaltung überschreiten werden, werden zusätzliche Herausforderungen auf die Verwaltung zukommen.
Sowohl die nötigen Einsparungsvorhaben bei Personalkosten, als auch die immer zahlreicher werdenden Altersabgänge lassen nur eine Schlussfolgerung zu: Eine spürbare Aufgabenkritik für den Landkreis und die Kreisverwaltung ist in den nächsten Jahren unumgänglich. Vor diesem Hintergrund müssen auch kommende Entscheidungen betrachtet werden.